Ursula Scheu



Lexikon der Frauenzitate

Kluge Gedanken, freche Bonmots, zeitlose Weisheiten
Ursula Scheu (Hg.)
  "Ich kann in zwölf Sprachen nein sagen. Das genügt für eine Frau."
Sophia Loren


"Frauen sind nicht die besseren Menschen. Sie hatten nur bisher nicht viele Gelegenheiten, sich die Hände schmutzig zu machen."
Alice Schwarzer


"Viele erfolgreiche Männer haben keinerlei sichtbare Qualifikation. Außer der, keine Frau zu sein."
Virginia Woolf
  Anita Augspurg • Jane Austen • Ingeborg Bachmann • Simone de Beauvoir • Hillary Clinton • Agatha Christie • Mary Daly • Waris Dirie • Jodie Foster • Hedwig Dohm • Melissa Etheridge • Olympe de Gouges • Benoite Groult • Hildegard von Bingen • Donna Leon • Madonna • Angela Merkel • Kate Millett • Margarete Mitscherlich • Marilyn Monroe • Irmtraud Morgner • Toni Morrison • Hella von Sinnen • Marlene Streeruwitz • Jasmin Tabtabei • Serena und Venus Williams • Kate Winslet

Das "Lexikon der Frauenzitate" ist die erste umfassende, thematisch geordnete Zitatensammlung von Philosophinnen, Wissenschaftlerinnen, Schriftstellerinnen, Politikerinnen und Stars. Es enthält über 2000 Zitate von mehr als 500 Frauen aus über 20 Ländern zu allen Themen, die im Verhältnis zwischen den Geschlechtern eine Rolle spielen. Das Lexikon gibt zweieinhalb Jahrtausende Frauenwissen und Frauenträume, Frauenwut und Frauenweisheit wieder. Auf 272 Seiten finden Sie zusätzlich zu den Zitaten Lebensdaten und Kurzinformationen zu allen zitierten Frauen. Außerdem ein Sach- und ein Namensregister sowie einen Quelleneintrag. Eine Fundgrube für viele Anlässe: Vorträge, Aufsätze, Diplomarbeiten und natürlich jede Menge Antworten auf blöde Sprüche.
Diederichs Verlag, Hardcover 2002




Die Rebellion ist eine Frau

Anita Augsburg und Lida G. Heymann. Das schillerndste Paar der Frauenbewegung
Anna Dünnebier/Ursula Scheu
  Die eine ist Deutschlands erste Juristin: Anita Augspurg. Die andere ist reiche Erbin und unterstützt mit ihrem Vermögen Arbeiterinnen, geschlagene Ehefrauen und hungrige Kinder: Lida G. Heymann. Zusammen ergeben sie ein ungewöhnliches und couragiertes Paar, das von 1890 bis in die Nazizeit die deutsche Politik aufmischt und Meilensteine im Kampf für die Rechte der Frauen setzt.
Sie überziehen Deutschland mit Demonstrationen und Petitionen für Bildung und Wahlrecht für die Frauen und schaffen ein Netz von Beratungszentren für sie. Das erste deutsche Mädchengymnasium ist ihr Werk. Sie betreiben einen ökologischen Bauernhof, als es das Wort noch nicht einmal gibt. Sie erlernen noch als ältere Damen das Autofahren und bereisen die ganze Welt. Inmitten von Kriegseuphorie engagieren sie sich als Pazifistinnen und Kosmopolitinnen. Und sie sind die Ersten, die 1923 die Ausweisung Hitlers fordern.
Hugendubel Verlag, Hardcover 2002
 

Würden sie heute leben, sie wären an der Spitze aller modernen Protestbewegungen, denn sie waren: Feministinnen, Pazifistinnen, Anti-Faschistinnen, Anti-Imperialistinnen, Ökologinnen, Tierrechtlerinnen und Kosmopolitinnen.
Alice Schwarzer
Vorwort von Alice Schwarzer
Als ich vor dreißig Jahren Feministin wurde, hatte ich die Namen noch nie gehört: Anita Augspurg und Lida Gustava Heynmann - wer sollte das sein? Es dauerte ein paar Jahre, bis ich in einem Archiv der traditionellen Berliner Frauenvereine die ersten Spuren entdeckte. Doch war ich noch sehr weit davon zu begreifen, dass diese beiden Namen für zwei der mutigsten und schillerndsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts stehen... mehr



Wir werden nicht als Mädchen geboren

  Dieses Buch müßte Pflichtlektüre für jede(n) sein! Frauen gibt es für die politische These von der ursprünglichen Gleichheit der Geschlechter einen konkreten Beweis in die Hand: Weiblichkeit ist nicht angeboren, sondern anerzogen. Und Erwachsenen, die Umgang mit Kindern haben, öffnet es die Augen. Denn hier können wir Schritt für Schritt verfolgen, wie Kindern von ihrer gesamten Umwelt das sogenannte „Weibliche“ und das „Männliche“ aufgezwungen, wie kleine Menschen bewußt und unbewußt zu Mädchen und Jungen deformiert werden. Diskussionen über die Emanzipation der Frauen bleiben müßige Spekulation ohne das hier konzentriert und konsequent zusammengefaßte Wissen!
Alice Schwarzer   1977
 

Aus: Cartoon von
Franziska Becker mehr
Wir werden nicht als Mädchen (oder Junge) geboren - wir werden dazu gemacht! Was heißt das? Es heißt, daß Kinder vom ersten Tag an systematisch in eine Geschlechterrolle gedrängt und zu Wesen deformiert werden, die wir "weiblich" oder "männlich" nennen... mehr
Fischer Taschenbuch 1977-2000


Frauenkalender

Emma Frauen Verlag, broschiert
  Frauenwitze
Was ist passiert, wenn ein Mann 90 Prozent seines Verstandes verloren? - Seine Frau ist gestorben.

In welcher Zeitung steht: "Mann warf Frau aus dem Fenster"? In der Bildzeitung. Und in welcher Zeitung steht: "Frau warf ihren Mann aus dem Fenster?" in "Schöner Wohnen".


Themen
1978 - Wie entsteht Heterosexualität?... mehr
1976 - Wir wollen ein Frauenhaus... mehr
1979 - Warum schlagen Männer... mehr

 


"Ersonnen wurde er in den heißen Jahren der Frauenbewegung, nämlich 1974 in Berlin. Seine Erfinderinnen waren wir: die Journalistin Alice und Schwarzer und die Psychologin Ursula Scheu. Am Anfang haben wir den Kalender tatsächlich noch selbst gesetzt und geklebt. Lang, lang ist's her.." Der Frauenkalender ist in all den Jahren immer wieder imitiert worden. Seine dichte Mischung aus Tips und Informationen, Aktualität und Geschichte - zwischen Frauenpower und Mackertum, Karriere und Lust (Alltags) Krieg und Frieden, Lachen und Weinen - blieb einmalig. Nicht nur die Girlies von gestern, sondern auch die von heute hatten ihn in der Tasche. Denn der Frauenkalender, der wirklich authentische von Powerfrauen für Powerfrauen, machte einfach zu viel Spaß und war auch noch nützlich, es war das einzige umfassende Frauenadressbuch im deutschsprachigen Raum. Aktuelle Adressen aus Ost wie West, aus Europa und der gesamten Welt. Treffs, Projekte, Beratungsstellen und Netzwerke- mit dem Frauenkalender in der Tasche war Frau nie allein! Neben Sprüchen, gab's den Frauenwitz des Monats. Es hat uns nämlich gereicht mit den Männerwitzen, den letzten Anstoss gaben die Blondinenwitze. Jetzt wird zurückgelacht, Meist hatte er ein Schwerpunktthema und immer Cartoons von Franziska Becker. Immer präsent waren - die zahllosen beeindruckenden Frauen aus der Geschichte, die schon so viele kühne Dinge gedacht und getan haben- oft kühner als wir heutzutage. Im Jahr 2000 lautet lautete die Devise: Nicht vergessen, sondern voreinander lernen; der Schulterschluss der Frauen ist angesagt: zwischen den Generationen und zwischen den Jahrtausenden. Denn nach 5.000 Jahren Männerherrschaft sind jetzt wir Frauen angesagt.

Lesbengedichte

Taschenbuch
  wenn du das blatt
aus deinen augen löst
das ganz damit verwoben
und all die blüten siehst
die ich um dich verstreue
stehst du am ufer eines sees
den du gefahr nennst und ich
schönheit  
 

Diese Gedichte habe ich für Frauen geschrieben. Die ersten mit 18 - vor über zehn Jahren. Ich schrieb sie heimlich. Für die Frauen und für mich. Niemand sonst wußte davon. Auch nicht von meinen Beziehungen. Damals existierte weibliche Homosexualität offiziell nicht. Liebende auf der Straße, im Kino, im Roman, im Bekanntenkreis, in der Familie- das waren immer ein Mann und eine Frau. Zwei Frauen: unvorstellbar... mehr